Koh Samui - Thailand

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Um 5.00 Uhr verlassen wir mit einem Minibus Georgetown und kommen fix und foxi nach 15 Stunden Fahrt, unteranderem auch mit der Faehre, auf Koh Samui an. Unser Huettchen war bereits vorreserviert, somit stand uns nichts im Weg, uns hundemuede in die "Federn" zu hauen - fast nichts! Nach einem kuzzeitigen "Herzstillstand" und grosser Aufruhr, bringt uns der Taxifahrer den vergessenen Rucksack mit unserem Laptop zurueck :O)

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Morgens trauen wir unseren Augen nicht, unser Huettchen steht 20 Schritte vom wunderbarsten Strand und Meer entfernt :O)
Wir kommen uns vor wie im Paradies und fragen uns, warum wir nicht schon frueher hierher gekommen sind.......

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Die White Sands Bungalows am Lamai Beach sind Basisholzhuettchen und stechen durch ihre Einfachheit an der Strandpromenade zwischen den Resorts und Luxusbungalows richtig heraus. Hier kann man natuerlich auch mehr ausgeben und eine groessere Huette mit Bad, Fernseher, Klimaanlage, usw bekommen. Wir geben uns mit einer Matrazte auf dem Boden, einer Lichtquelle und einem Mosquitonetz zufrieden und zahlen ganze 3 Euro pro Tag :O)

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Die Athmosphaere ist unglaublich, der Strand sehr sauber, das Meer wunderbar gruen-blau und die Menschen unbeschreiblich freundlich. Wir spazieren am Strand entlang, geniessen die Sonne, aber auch den Schatten, kuehlen uns im Wasser ab, lassen uns direkt am Strand von einer Thai-Massage verwoehnen, schmeissen uns auch mal kurz in den Trubel Lamais, bevorzugen aber dann doch ein gutes Glaserl am Strand mit Mee(h)rblick!
Wir lernen auch ein sehr nettes Wiener Paerchen kennen, verstehen uns auf Anhieb blendend und verbringen viele gemeinsame Stunden. Neben einigen UNO - Runden, herrlichem Fruehstueck und frischen Fruechten, geht uns der Gespraechsstoff auch nicht aus. Manu und Karo machen den Markt unsicher, waehrend es sich Andreas und Walter am Strand mit einem CHUCKS Bier gemuetlich machen.

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Zwei Tage borgen wir uns einen Scooter aus, fahren unter anderem zum Big Buddha und durchqueren diverse Ortschaften. Es wimmelt von Marktstaenden an jeder Ecke und am Strand kommen Verkaeufer-innen und verwoehnen dich mit Koestlichkeiten.
Einen Helm zu tragen ist schon einige Jahre Vorschrift, aber es tut so gut wie niemand - wenn jemand einen Helm auf hat, sind es Touristen.......so wie wir :O)
Allein Koh Samui hat 4 grosse, voll belegte Krankenhaeuser, die in diversesten Situationen eher von den Nicht-einheimischen genutzt werden.

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Sollten wir hier nocheinmal herkommen, sind wir schon sehr gespannt, in welche Richtung sich der Tourismus veraendert. In den groesseren Ortschaften gibt es bereits schon Essensrichtungen jeglicher Art und Weise - vom bayrischen Lokal ueber oesterreichische Scmankerl und Schweizer Essen, die Franzosen sind auch nicht zu vergessen :O)

Wozu faehrt man in ein fremdes Land, wenn man kein Beduerfnis hat, das Essen, die Menschen und die Kultur kennenzulernen? Auch hier steigt der westliche Standard..........

Mit dem Moped rund um Penang Island

Das "Moped" hatte uebrigens 150ccm. Wir empfehlen eine gute Versicherung (nicht fuer das Moped, sondern fuer einen selbst). Man kommt sich ein bisserl wie bei einem Autorennspiel auf der X-Box vor ...

Georgetown # 2

Nun sind wir schon vier Wochen in Georgetown, fuehlen uns hier recht wohl und in unserer Unterkunft gehen wir schon ab, wenn wir den "normalen" Tagesablauf einmal aendern :O) Anscheinend ist die Travellers Lodge ein sehr beliebter Ort, um immer wieder zurueckzukehren. Teilweise erzaehlen uns Personen, dass sie schon seit 20 Jahren hierher kommen, auch wenn es nur fuer ein paar Tage ist, um die Menschen wiederzusehen.

Karo & Walter

Neben etlichen Stunden vor dem Computer, machen wir Yoga, schlendern durch die Stadt und schwitzen, gehen am Markt einkaufen, gehen duschen, probieren echten, chinesischen, frisch gebruehten Tee und gehen ins Kino, schwitzen weiter, gehen zum Sonntagsgottesdienst in den Hindutempel ums Eck, brausen wiedermal, trinken frisch gepresste Saefte aus dem Plastiksackerl und essen indische Kost vom Papier, schwitzen :O), trinken iced Coffee und machen ab und zu einen Ausflug.

Standseilbahn auf den Penang Hill

Nachdem wir uns um !1Euro! "HARRY POTTER 6" im Kino angesehen haben, machen wir uns mit dem Bus auf den Weg zur Standseilbahn auf den Penang Hill. Die Fahrt dauert normalerweise eine halbe Stunde, wir brauchen mit der Wartezeit zwei Stunden und vom guten Ausblick auf Georgetown und Umgebung war im wahrsten Sinne des Wortes "keine Sicht"!
Wir wandern durch das kleine Dorf, das sich, wie auch die Standseilbahn um 1900 die Europaeer gebaut haben.

30m lang

Mit dem Bus fahren wir zum 30m langen Sleeping Buddha. Zu unserem Erstaunen finden wir zwei grosse Tempelanlagen vor - einen burmesischen Tempel mit toller Gartenanlage und den Thailaendischen mit dem schlafenden Buddha, inklusive hunderte von wunderschoen verzierten Urnen in Mosaikregalen und hinter Glas.

Urnen hinter dem Sleeping Buddha

Spaetestens seit diesem Besuch wissen wir, wo die ganzen "weissen" Touristen zu finden sind :O)

Karo & Walter

Wir borgen uns einen Scooter und duesen die 78km um die Insel. Auch die Penang Island war 2004 vom Tsunami schwer betroffen, besonders in kleinen Fischerdoerfern blieben teilweise die Ruinen stehen und dahinter wurden neue Haeuser gebaut. Man kann es sich kaum vorstellen, die Leute haben hier so gut wie nichts!

Fischerhuette

Der "schoenste" Strand der Insel - Batu Ferrengi kann nicht annaehernd mit anderen Inseln mithalten, er ist viel zu klein fuer die Megahotelkomplexe und das Wasser ist trueb, da in der Naehe der Industriehafen liegt. In unseren Augen ist die Penang Island kein Geheimtip, wenn man zwei oder drei Wochen zum Relaxen ans Meer fahren will!
Wir bleiben in drei netten, kleine Ortschaften stehen, essen im Restaurant "At the end of the world" zu Mittag und lassen uns ein Zeitl spaeter in einem kleinen Fischerdorf mit suessen, malaysischen Koestlichkeiten verwoehnen.

End of the world

Die Staatsreligion in Malaysien ist der Islam, obwohl, wie schon oefter erwaehnt, sehr viele Kulturen aufeinanderstossen und nebeneinander leben. Die Ostkueste ist sehr streng in ihrer religioesen Sichtweise und man sieht es auch bei Touristen nicht gern, wenn sie locker bekleidet sind. Auf der Westseite, wo wir gerade sind, gibt es keine Probleme. Am Strand hopsen schlanke Maedels in knappen Bikinis, und daneben sitzt eine Mutter vollkommen verhuellt in schwarz und sieht zu, wie sich der Rest der Familie in Badehose und Badeanzug im Wasser abkuehlt.

Badeurlaub?

Seit ein paar Jahren gibt es den sogenannten Burkini. Das ermoeglicht auch muslimischen Frauen, die sich nicht "zur Schau stellen" wollen, baden zu gehen.

Burkini

Wir wuerden gerne wissen, was in den Koepfen solcher Frauen vorgeht!
Beim Nachlesen finde ich das Sprichwort "Unter die Haube kommen". Es ist auch bei uns nicht allzulange her, da musste eine verheiratete Frau bei Feierlichkeiten und beim Gottesdienst eine "Haube" tragen.........um zu zeigen, dass sie nicht mehr zu haben ist!

Unteranderem stosse ich auf Saetze wie: Alles was eine Frau sexy, weiblich und begehrenswert macht, ist verboten, gilt als verpönt und ist unpassend für eine anständige Frau oder, kein Wunder, dass eine "westliche Frau" in ihrem Aufzug ein potentielles Opfer fuer Vergewaltigungen ist.

Auch Yoga ist fuer Muslime strengstens verboten! Wirkt es zu gut oder wie darf man das verstehen?

Uebrigens, schon manchmal auch ein mulmiges Gefuehl, in einem Land zu sein, das ein etwas 'anderes' Rechtsverstaendnis hat. Die Tageszeitung hier ist immer voll mit Berichten, wann wieder wer zu wie vielen Peitschenhieben verurteilt wurde (wenigstens darf die Zeitung zumindest kritisch darueber berichten, wie es scheint). Vor kurzem gab es einem Fall, in dem ein malaysischen Model zu Peitschenhieben verurteilt wurde, weil sie in der Oeffentlichkeit Alkohol trank.

Wie immer: Fotos bei Flickr.

Mit den drei Fragezeichen auf Weltreise

Vor unserer Abreise haben wir von Freunden noch ein wunderbares Geschenk bekommen: Jede Menge Hoerbuecher fuer unseren iPod. Ein Highlight waren und sind immer noch als Gutenachtgeschichte die Folgen mit den drei Fragezeichen! Wer erinnert sich noch an die drei Detektive aus Rocky Beach, die unter der Schirmherrschaft von Alfred Hitchcock so manchen geheimnisvollen Fall loesen konnten? Ich hab die Buecher frueher jedenfalls der Reihe nach verschlungen.

In Neuseeland im Zelt musste es vor dem Einschlafen jedenfalls immer noch eine Folge mit den Dreien her ... wenn uns sonst nix besseres einfiel :-)

Reisen ohne (gedruckten) Reisefuehrer

In Neuseeland sind wir ja noch mit einem richtig schweren Waelzer getrampt. Ganze 672 Gramm bringt der Lonely Planet Neuseeland auf die Waage. Eine ganze Menge Holz, wenn eh schon jedes Gramm zaehlt. Wobei wir ihn bei laengeren im voraus geplanten Touren eh nicht mitgeschleppt haben.

Mit der Zeit wurde der LP aber dann mehr laestig als praktisch. Wir haben ihn hauptsaechlich zum Finden von Unterkuenften benutzt, aber diese Infos bekommt man meistens auch gut vor Ort. Die allgemeinen Informationen sind zwar nett zu lesen, aber man schleppt einfach so viel Papier mit. Und auch wenn alles vollgepackt ist mit scheinbar individuellen Tips, vor Ort hat man dann das Gefuehl, dass sowieso jeder nur dasselbe macht. Auf der neuseelaendischen Suedinsel sind wir dann eigentlich so gut wie ohne Reisefuehrer ausgekommen. Man erfaehrt einfach ziemlich viel von Bekanntschaften, die man im Lauf der Zeit macht. Und man hat auch nicht so das Gefuehl, sich dauernd auf den touristischen Hauptadern zu bewegen.

In Vorbereitung auf Asien haben wir dann fast vollstaendig auf digital umgestellt. In Christchurch wurden wir fuendig und haben uns ein Netbook HP Mini angeschafft, das wir bisher wirklich weiterempfehlen koennen (bis auf die eingebaute Kamera, aber das ist eine laengere Geschichte).

Als besonders brauchbar hat sich die Seite WikiTravel herausgestellt. Die Seite funktioniert aehnlich wie Wikipedia, d.h. jeder kann sie editieren und weitere Reisetips eintragen, beziehungsweise bestehendes ausbessern und aktualisieren. Hier haben wir speziell fuer Asien viele wertvolle Hinweise bekommen.

Etwas enttaeuscht waren wir bisher leider von couchsurfing. Die Idee und das Projekt dahinter sind grossartig, aber trotz umfangreicher Recherche und dem Anschreiben vieler Leute, hat es sich bisher kein einziges Mal ergeben, dass wir wo "couchsurfen" durften.

Praktisch einziger papierner Lesestoff war dann The Rough Guide to First-Time Asia, wirklich ein brauchbares Buch fuer Asieneinsteiger. Es deckt fuer alle Laender Reiseinformationen ab und hat viele allgemeine gute Tips. Es ist aber bewusst kein Reisefuehrer, den man waehrend der Reise noch braucht, sondern als Vorbereitung gedacht.

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Walter und Karo sind unterwegs in der Welt. Lange Neuseeland, kurz Australien, jetzt Suedostasien, spaeter Indien.

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